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Rückblick Cujic Trophy 2022

2022 cujic te teaserVom 13. bis 21. August 2022 fand sie erstmalig statt, die „CUJIC International Junior Trophy“. Endlich: Das bereits bekannte Tennis-Jugendturnier des SCC ist jetzt ein durch Tennis Europe europäisch lizensiertes Turnier. Das bedeutet, alle Juniorinnen und Junioren spielen auf internationaler Bühne um Jugend-Weltranglistenpunkte.

Im Frühjahr 2022 erhielten wir eine Anfrage des Deutschen Tennis-Bundes, ob der SCC Interesse hätte, eine frei gewordene Lizenz der Tennis Europe Junior Serie zu übernehmen. Seit Jahren versuchte der SCC, das eigene Jugendturnier aufwerten zu lassen: Leider bis dahin erfolglos. Nun öffnete sich eine neue Tür... Eine Tür, durch die fast alle aktuellen europäischen Tennisprofis zuvor gegangen sind (u.a. Justine Henin, Roger Federer, Caroline Wozniacki, Andy Murray, Victoria Azarenka, Jo-Wilfried Tsonga und Maria Sharapova).

Kurzfristig führten wir ein Gespräch mit unserem SCC-Partner, ČUJIĆ Gebäudereinigung, ob sie sich vorstellen könnten, uns bei diesem Turnier zu unterstützen. Inhaberin Tanja Cujic war sofort Feuer und Flamme für die Idee und sagte zu. Schnell war dann auch ein passender Name gefunden, der nun langfristig mit diesem internationalen Jugendturnier in Verbindung stehen soll: Die „Cujic International Junior Trophy“.
Dass wir mit der Angie Kerber Academy in Posen auch noch einen zweiten Partner gewinnen konnten, der sensationelle Preise für die Plätze 1 bis 3 stiftet (Trainingsgutscheine im Wert von insgesamt € 2.000,-), rundet das Ganze ab.

Und so wehte in der sechsten Sommerferienwoche europäisches Flair über unsere Anlage. Unsere extra aus der Ukraine eingeflogene „ITF White Badge“ Oberschiedsrichterin Olena Andreieva vermeldete schließlich nach Schließung der Sign-In Liste 100 Meldungen aus 18 Ländern Europas.

Bei den Mädchen zeigte sich zum einen, dass derzeit eine große Anzahl von Spielerinnen aus Osteuropa versuchen, den Weg einer Profikarriere einzuschlagen versuchen. Zum anderen ist zu sehen, dass die Leistungsdichte längst nicht so groß ist wie bei den Jungen. Ab Viertelfinale hielten zwar noch drei deutsche Spielerinnen die Fahne hoch, doch das Viertelfinale prägten dann Tschechien, Polen und Russland. Die an Zwei gesetzte Polina Berezina (RUS, Nummer 128 der Weltrangliste U14) war über die Dauer der Woche die klar stärkste Spielerin, dominierte mit ihrer Leftie-Vorhand auch im Finale die topgesetzte Krystina Dulikova (CZE, Nummer 107 der Weltrangliste U14), da sie auch körperlich schon einen Schritt weiter scheint. Auffällig war, dass Polina extrem fokussiert und reif wirkte, keine Ausraster, keine ständigen „Come On“ Brüller oder Fäuste ins Gesicht der Gegnerinnen. Sehr schön zu beobachten. Die junge Dame scheint zu wissen, was sie kann und muss das weder akustisch noch gestenreich zum Ausdruck bringen. Beeindruckende und mehr als verdiente Siegerin.

Bei den Jungen herrschte eine deutliche größere Anzahl an Meldungen. Schade, dass die meines Erachtens etwas undurchsichtigen Tennis Europe Regularien dazu führen, dass sich der eine oder andere „Local“ aus Berlin vermutlich gar nicht traute, zu melden. So ist die Chance, als sogenannter Nachrücker in die Qualifikation zu rutschen, viel größer als man denkt. Denn zunächst kann jeder erst einmal melden und sich dann aber völlig straffrei am Tag vor Beginn des Turniers nicht mehr melden. Plötzlich werden dann zur Deadline (18 Uhr) viele Plätze frei, jedoch ist es dann zeitgleich zu spät, wenn sich ein Nachrücker nicht selbst bis zu diesem Zeitpunkt anmeldet. Da die meisten dann aber verständlicherweise schon andere Pläne haben oder nicht auf gut Glück eine Reise nach Berlin buchen, bleiben Plätze frei. So schließlich auch bei der Cujic Trophy schließlich.

Trotzdem traten weit mehr als doppelt so viele Jungs als Mädchen an. So auch Schützlinge renommierter Tennis-Akademien wie zum Beispiel die Alexander Waske-Academy aus Frankfurt und die Marc-Kevin Goellner Academy aus Köln. Dass Marc-Kevin Goellner höchstpersönlich seinen Schützling Lukian Grau begleitete, war eine schöne Überraschung. „Natürlich bin ich sowieso immer gerne in Berlin und im SCC. Dies mit diesem internationalen TE-Turnier zu verbinden, rundete die Reise ab. Es ist für die Jungs natürlich etwas Besonderes, auf internationaler Bühne zu spielen und zu sehen, wo sie stehen. Natürlich auch wichtig für mich als Leiter einer Academy mit vielen Talenten, die Profi werden wollen. Lukian hat seine Sache ordentlich gemacht, weiß aber jetzt auch, woran er noch arbeiten muss“, war Marc-Kevin durchaus zufrieden mit der Reise. 

Zurück zum Feld der Jungen: Angeführt vom Berliner Lokalmatador Felix Triquart (Zehlendorfer Wespen, Nummer 55 der Weltrangliste U14) ging es zunächst vor allem für viele deutsche Spieler durch die Qualifikation, darunter auch Wladmir Biletskij vom TK Blau-Gold Steglitz, dem der Durchmarsch gelang. Die beiden SCC’er Johannis Rimkus und Cassian Zils mussten leider in der ersten Runde die Segel streichen. 

Damit blieb vom SCC nur noch Jan-Niklas Buchwald übrig. Ironischerweise ist einer derjenigen, warum wir dieses Turnier zum SCC holen wollten, inzwischen so stark, dass er ein Grade III Turnier gar nicht mehr mitspielt: Diego Dedura-Palomero. Aber auch Jan-Niklas machte seine Sache sehr gut, gewann zwei Runden, ehe er etwas unnötig Artem Semenov aus Russland unterlag.

Wieder zurück zu Felix. Der hatte es in der ersten Runde alles andere als leicht, musste den ersten Satz gegen den Spanier Adria Velasquez Farre im Tiebreak abgeben, ehe er seinen Spielfluss fand und das Match drehte. Ab diesem Zeitpunkt spielte Felix dann immer selbstbewusster, dominierte seine Gegner mit offensiver Vorhand und wenn nötig auch in zähen Rallys. Dies gelang ihm bis ins Finale, wo etwas überraschend  Snir Mortag aus Israel stand. Der Linkshänder aus Haifa hatte schon zwei Tage vor Turnierbeginn mit unserem Platzwart und Teilzeittrainer Juanito Mercedes Trainerstunden gebucht, die sich auszahlen sollten: Im Halbfinale dominierte er den an Zwei gesetzten Tschechen Matous Cepelik und ärgerte auch Felix im Finale, vor allem mit seiner linkshändigen Vorhand. Gefühlt in jedem Spiel hatte er diverse Spielbälle, die er zum Teil mit ebenfalls diversen Doppelfehlern abgab, oder aber Felix seine Stärke bei diesen Big Points zeigte. Letztendlich setzte sich trotz nassem, nieseligem Samstagvormittag das druckvollere Spiel von Felix Triquart durch: Endergebnis 6:3 6:2. 

Nach dem Match waren beide Spieler überglücklich. Nicht nur wegen des erfolgreichen Turniers, das sie beide gespielt hatten, sondern auch wegen der tollen Preise der Angie Kerber Academy und dem Center Court Feeling mit Schiedsrichter, digitaler Anzeigetafel und großen Siegerpokalen. In jedem Fall hätte es mehr Zuschauer verdient...

Im kommenden Jahr möchten wir versuchen, noch eine kleine Stufe weiter auf der Tennis Europe Leiter zu steigen, ein Grade II Turnier zu werden und vielleicht noch das eine oder andere Unternehmen zu begeistern, dieses für alle Teilnehmer tolle Event noch weiter zu entwickeln.

Auf bald im Berliner Turnierclub SC Charlottenburg.

Turnierbilder 

 

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