Wenn im Juli die 1. Tennis-Bundesliga startet, ist eines jetzt schon klar: Diese Saison wird besonders. Die Meldelisten lesen sich wie ein ATP-Turnier, die Leistungsdichte ist enorm – und die Vorfreude kaum zu überbieten.
Eine erste Einschätzung:
Angeführt wird das Feld vom TC Augsburg Siebentisch, der mit Stefanos Tsitsipas einen der größten Stars der Tour in die Liga bringt. Allein sein möglicher Auftritt sorgt für internationale Aufmerksamkeit. Unterstützt wird er unter anderem von Borna Coric, was Augsburg zu einem der spektakulärsten Teams macht.
Doch es sind nicht nur die Superstars an der Spitze. Der Gladbacher HTC bringt mit Tallon Griekspoor, Tomas Martin Etcheverry, Alejandro Tabilo und Fabian Marozsan gleich mehrere Spieler, die Woche für Woche auf höchstem ATP-Niveau bestehen. Eine Mannschaft ohne echte Schwächen – und genau deshalb für uns einer der Topfavoriten.
Ähnlich stark präsentiert sich der TK Kurhaus Aachen oder Blau-Weiß Neuss. Mit Sebastian Baez, Daniel Altmaier und Mariano Navone bei Aachen steht auch hier eine Mannschaft, die in jeder Begegnung Qualität und Stabilität vereint. Ähnlich bei Neuss mit Artur Rinderknech und Valentin Vacherot. Es sind genau diese Teams, die den Titel unter sich ausmachen könnten – zumindest auf dem Papier.
Doch genau hier beginnt die eigentliche Geschichte dieser Bundesliga.
Denn hinter den Favoriten lauert ein Feld, das kaum berechenbar ist. Großhesselohe mit Luciano Darderi und Roberto Carballes Baena, Neuss mit Arthur Rinderknech oder Bredeney mit Jan-Lennard Struff und Yannick Hanfmann – sie alle haben die Qualität, jeden Gegner zu schlagen. Und genau das macht diese Saison so reizvoll: Es gibt keine klaren Grenzen mehr.
Und mittendrin: der SCC Berlin!
Während andere Clubs auf große Namen setzen, entstand in Berlin in den vergangenen Jahren etwas anderes. Eine Mannschaft, die sich kennt. Spieler, die gemeinsam gewachsen sind. Eine Struktur, die nicht auf kurzfristigen Erfolg ausgelegt ist, sondern auf Entwicklung, Vertrauen und Zusammenhalt. Den Kern des Teams machen Daniel "Wally" Masur, Ima Lopez Morillo, Benito Sanchez und Markus Malaszszak aus. Vor allem die beiden letztgenannten deswegen, weil es zwei waschechte SCCer sind. Auch in einer Liga wie dieser kann genau das vielleicht den Unterschied machen (Meldeliste SCC).
Denn die entscheidende Frage wird nicht sein, wer auf dem Papier am stärksten ist – sondern wer an den Spieltagen wirklich auf dem Platz steht. Wer reist an? Wer ist fit? Wer funktioniert als Team? Woche für Woche werden sich neue Konstellationen ergeben, und genau darin liegt die Chance für Mannschaften wie den SCC Berlin.
Wenn die Anlage voll ist, wenn die Spiele eng werden, wenn es in den Doppeln um alles geht – dann zählen andere Dinge als Weltranglistenpositionen. Dann geht es um Energie, um Emotionen, um das Gefühl, füreinander zu spielen.
Die Voraussetzungen dafür sind in der Hauptstadt gegeben. Daher - liebe Berliner - tragt Euch die Heimspieltermine dick in den Kalender ein. Es wird auf jeden Fall spektakulär!
Die Bundesliga 2026 wird große Namen bringen, großartige Matches und enge Entscheidungen. Sie wird Überraschungen liefern – und genau darauf darf man sich freuen.
Und vielleicht ist es am Ende genau diese Mischung, die den SCC Berlin zu einem der spannendsten Teams dieser Saison macht.























