SCC-Damen schaffen das Wunder vom Klassenerhalt
Was für eine Saison. Was für ein Finale. Und was für eine Geschichte.
In ihrer Aufstiegssaison in der 1. Tennis-Bundesliga haben die Damen des SCC Berlin tatsächlich noch das scheinbar Unmögliche geschafft: den Klassenerhalt. Ein Erfolg, mit dem nach den ersten Wochen wohl nur noch die kühnsten Optimisten gerechnet hätten.
Nach fünf Spieltagen stand der SCC mit leeren Händen da. Fünf Niederlagen, viele davon dramatisch knapp, teilweise unglücklich bis zur letzten Entscheidung. Immer wieder fehlten nur wenige Punkte, immer wieder schlugen die SCCerinnen sich auf Augenhöhe mit den etablierten Teams der Liga. Es schien fast, als laste ein Fluch auf der Mannschaft.
Doch dann kam die Wende.
Vergangene Woche gelang beim direkten Abstiegskonkurrenten TC Blau-Weiß Dresden-Blasewitz der langersehnte Befreiungsschlag. In einem echten Thriller setzte sich der SCC mit 5:4 durch und hielt die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben.
Vor dem letzten Spieltag war die Ausgangslage dennoch kompliziert: Neben dem eigenen Erfolg mussten auch der LTTC Rot-Weiß Berlin und Dresden hinter den SCCerinnen bleiben. Dafür musste mindestens ein Matchpunkt mehr gesammelt werden als die direkten Konkurrentinnen.
Die Reise führte die Berlinerinnen nach Aachen. Ausgerechnet Matchwinnerin Julia Zhu, die in Dresden noch entscheidend zum Sieg beigetragen hatte, fiel aus. Doch Teamchef Strauchmann stellte dennoch eine schlagkräftige Mannschaft auf – und die lieferte.
Nach den Einzeln stand es 3:3. Ida Wobker (6:1, 6:4), Helena Buchwald (7:6, 6:2) und Oksana Selekhmeteva (profitierte von einer verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin) sorgten für die Berliner Punkte.
Dann folgte eine makellose Vorstellung in den Doppeln: Alle drei Begegnungen gingen an den SCC. Selekhmeteva/von Deichmann, Akli/Buchwald sowie Wobker/Zhenikhova machten den Auswärtssieg perfekt. Am Ende stand ein überzeugendes 6:3 beim TK BW Aachen auf der Anzeigetafel.
Währenddessen ließen die direkten Konkurrentinnen die notwendigen Punkte liegen – und plötzlich war das Wunder perfekt.
Der SCC Berlin beendet seine erste Bundesligasaison nicht als Absteiger, sondern als Mannschaft, die sich trotz aller Rückschläge niemals aufgegeben hat. Eine Saison voller knapper Niederlagen, Rückschläge und Enttäuschungen findet ihr Happy End.
Ein großer Dank gilt den Spielerinnen, Coaches, HEAD und BMW Nefzger, den Helfern, Fans und Unterstützern wie u.a. Philipp, die bis zum Schluss an dieses Team geglaubt haben. Ebenso gebührt Respekt den Mannschaften vom Club an der Alster Hamburg und TEC Waldau Stuttgart, die gegen die direkten Konkurrenten des SCC noch einmal mit starken Teams antraten und damit für sportliche Fairness sorgten.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Totgesagte leben länger.
Der SCC Berlin spielt auch 2027 in der 1. Tennis-Bundesliga der Damen. Und das völlig verdient.
Let's go Black - let's go White!!!























