Am Ende reichte es trotz zweier eindrucksvoller Siege hauchdünn nicht zum Klassenerhalt. Mit 5:13 Punkten belegte der SCC Berlin den 9. Tabellenplatz – lediglich ein Punkt fehlte zum rettenden ersten Nichtabstiegsplatz.
Vor den letzten beiden Saisonspielen war die Ausgangslage klar: Der SCC musste beide Begegnungen gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe hoffen. Der direkte Konkurrent Rot-Weiß Köln durfte keinen weiteren Sieg holen.
Gegen den Deutschen Meister von 2024, den TC Großhesselohe München, gelang dem SCC am vorletzten Spieltag eine echte Gala. Fairerweise muss man aber hinzufügen, dass die Bayern nicht mit ihrer Top-Besetzung angereist waren. Trotzdem: Daniel "Wally" Masur kämpfte sich nach Satzrückstand zu einem dramatischen 4:6, 6:3, 12:10-Erfolg, während Imanol Lopez Morillo (6:4, 6:1), Benito Sanchez (6:3, 6:3) und Markus Malaszszak (6:2, 7:6) ihre Einzel souverän gewannen. Damit stand der Mannschaftssieg bereits nach den Einzeln fest. Im Doppel legten Masur/Sanchez mit einem 7:5, 6:4 nach und machten den überzeugenden 5:1-Erfolg perfekt.
Damit rückte der SCC bis auf einen Punkt an Köln heran und durfte weiter vom Klassenerhalt träumen, da Köln klar beim späteren Meister aus Rosenheim verlor.
Nur zwei Tage später reisten die Berliner mit derselben Besetzung zum bereits feststehenden Absteiger TC Augsburg Siebentisch. Erneut zeigte die Mannschaft große Moral. Daniel Masur setzte sich nach hartem Kampf mit 5:7, 6:2, 10:6 durch, Benito Sanchez gewann souverän mit 6:2, 6:3 und Markus Malaszszak ließ beim 6:2, 6:3 ebenfalls nichts anbrennen. Nach der einzigen Berliner Einzelniederlage durch Imanol Lopez Morillo sorgten anschließend beide Doppel für den verdienten 5:1-Auswärtssieg. Das erste Doppel ging nach Aufgabe der Augsburger an Lopez Morillo/Sanchez, während Masur/Malaszszak mit 6:2, 4:6, 10:6 den fünften Punkt holten.
Nun richteten sich alle Blicke nach Köln. Doch Rot-Weiß Köln zitterte sich zu einem 4:2-Erfolg gegen den TC Großhesselohe und sicherte sich damit den Klassenerhalt.
So endete die erste Saison des SCC Berlin in der 1. Bundesliga zwar mit dem Abstieg – sie fühlte sich jedoch ganz anders an.
In jedem einzelnen Match bewies der SCC, dass er mit seinen Eigengewächsen gegen jeden Gegner der Liga bestehen kann. Viele Spitzenmannschaften traten gegen Berlin in Bestbesetzung an und benötigten dennoch oft das Quäntchen Glück sowie ihre außergewöhnlich starken Doppel, die mehrfach den Unterschied ausmachten. Viele Matches werden Spielern und Zuschauern lange in Erinnerung bleiben.
Es bleibt daher nahezu ausschließlich Positives. Der SCC Berlin hat bei allen Bundesligisten Eindruck hinterlassen – sportlich ebenso wie als Verein mit großartigen Heimspielauftritten, als guter Gastgeber mit einer klaren Identität, einer starken Vereins-DNA und einer außergewöhnlichen Nachwuchsarbeit.
Ein großer Dank gilt allen, die diese historische Saison möglich gemacht haben: unseren Spielern, Trainern, dem Organisationsteam, den zahlreichen Helfern, Förderern, Sponsoren und Ballkindern.
Wir alle haben Blut geleckt.
Nun geht es in der 2. Bundesliga weiter. Doch eines ist sicher: Der SCC Berlin will wiederkommen.























