Vor wenigen Wochen war Maja Chwalińska noch die polnische Spitzenspielerin des SCC Berlin, die für uns in der Bundesliga zum Einsatz kommen sollte. Doch es kam anders, es kam Paris.
Eine technisch brillante Linkshänderin, bekannt in der Tennis-Bundesliga, respektiert auf der Challenger-Tour – aber weit entfernt von den Schlagzeilen der internationalen Sportwelt.
Als Qualifikantin musste sie zunächst drei zusätzliche Matches gewinnen, nur um überhaupt ins Hauptfeld einzuziehen. Niemand sprach über sie. Niemand rechnete mit ihr. Und genau dort begann eines der größten Tennismärchen der vergangenen Jahre.
Die Frau, die (fast) niemand stoppen konnte
Match für Match spielte sich Chwalińska durch das Tableau. Sie besiegte höher eingestufte Gegnerinnen, überstand Drucksituationen und gewann die Herzen der Zuschauer mit ihrem mutigen, kreativen Tennis.
Während große Namen ausschieden, blieb die Polin im Turnier. Aus der Qualifikantin wurde eine Sensation. Aus der Sensation wurde eine Titelkandidatin. Und nach ihrem Halbfinalsieg gegen Diana Shnaider stand fest: Maja Chwalińska war die erste Qualifikantin der Geschichte, die das Finale von Roland Garros erreicht hatte.
Mirra Andreeva war dann im Finale zu stark, was aber an dem unglaublichen Erfolg nichts ändert.
Mehr als eine Niederlage
Als Chwalińska nach dem Finale die Silberplatte für die Zweitplatzierte entgegennahm, erhob sich das Stadion zu langem Applaus. Die Zuschauer wussten, dass sie gerade Zeugen von etwas Besonderem geworden waren.
Eine Spielerin außerhalb der Weltelite war aus der Qualifikation bis ins Endspiel eines Grand Slams gestürmt. Noch wenige Wochen zuvor hatte sie offen darüber gesprochen, wie schwierig die finanzielle Situation auf der Tour sein kann. Nun verließ sie Paris als internationale Tennisgröße und mit einer Karriere, die sich innerhalb von zwei Wochen komplett verändert hatte.
Maja Chwalińska gewann zwar nicht den Titel von Roland Garros. Sie gewann dafür aber etwas, das nur wenige Sportler erreichen: Sie schrieb ein Märchen, das niemand vergessen wird.
Herzlichen Glückwunsch Maja von Deinem Team un dem gesamten SCC!
Und ein ein ganz kleines bisschen war auch der SCC im Finale der French Open vertreten ;-)























