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Tennis-Club SCC - 1. Herren

1. Herren • Regionalliga Nord-Ost 2021

2021 1 herrenJa, ihr habt richtig gelesen, die 1. Herren des SCC haben den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Damit spielen nächstes Jahr nicht nur unsere Damen in der 2. Bundesliga, sondern auch die Herren. Doch der Reihe nach.

Wie auch schon in der letzten Saison war auch in dieser Saison Corona allgegenwärtig, was dazu geführt hat, dass die Spiele erst Ende Juni, statt eigentlich Anfang Mai begannen. Doch dies war für alle Beteiligten verkraftbar und tat der Vorfreude auf die Saison keinen Abbruch.

Somit starteten wir die Saison am 27. Juni mit einem Heimspiel gegen den Großflottbeker THGC aus Hamburg. Aufgrund der Partie im vergangenen Jahr, die wir deutlich für uns entscheiden konnten, war auch in diesem Jahr mit einem Sieg zu rechnen. Allerdings kam alles anders als geplant.

Einige Tage vor dem Spiel hatte sich Benito Sanchez bei einem unglücklichen Fahrradunfall das Handgelenk verletzt und war deshalb nicht in der Lage, seine beidhändige Rückhand zu spielen. Doch wer Benito kennt weiß, dass so eine Verletzung ihn nicht am Spielen hindert und so kam es, dass Benito sein Match einhändig spielen sollte. Als ob diese Schwächung nicht schon genug gewesen wäre, fiel Maxime Chazal mit Schulterproblemen komplett aus. Und on top noch die Hiobsbotschaft wenige Stunden vor Matchbeginn, dass ich mir in der Nacht vor dem Spiel meine Schulter ausgekugelt habe und deshalb den Spieltag im Krankenhaus verbringen durfte. Folglich waren drei unserer Spieler nicht spielbereit oder nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, weshalb wir nun deutlich weniger optimistisch ins Spiel gingen. Am Spieltag selbst bestand unser Team dann aus dem Russen Evgeny Karlovskiy, Benito Sanchez, dem Spanier Sergio Martos Gornes, dem Italiener Fernando Romboli, Finn Stodder und Markus Malaszszak. 

Benito, an Nummer Zwei spielend, war aufgrund seiner Verletzung nicht in der Lage, seinen Gegner Frederik Press in Bedrängnis zu bringen und verlor folglich deutlich. Besser machte es unsere Neuverpflichtung Fernando, der Juri Reckow mit 7:5 6:3 den Zahn zog. Auch Debütant Markus Malaszszak konnte sein Debut bei den 1. Herren mit einem Sieg versüßen und gewann 6:3 6:3. Starke Leistung!

In Runde Zwei verlor Evgeny, der Top 200 der Welt ist, überraschend deutlich gegen einen weit hinter ihm stehenden Brasilianer und musste anerkennen, dass die Regionalliga doch ein besseres Niveau hat, als er zu Beginn vielleicht vermutete. Auch Sergio an Position Drei musste anerkennen, dass Collegespieler Jason Jermeny Hildebrandt zu stark für ihn war. Und zu guter Letzt spielte unser Collegespieler Finn Stodder und hatte Schwierigkeiten gegen seinen Gegner Patrick Steinmetz, ins Match zu kommen und verlor Satz Eins deutlich mit 2:6. Im zweiten  Satz konnte Finn sich steigern, konnte jedoch die Niederlage nicht abwenden, wodurch Großflottbek den vierten Punkt einfuhr. 

Alle gingen schon von einer Niederlage aus und somit vom frühen Ende der Aufstiegshoffnungen. Doch unsere sechs SCCer steckten den Kopf nicht in den Sand und wurden von vielen Zuschauern auf ihrem Weg, das Unmögliche noch möglich zu machen, unterstützt. Und so kam es wie es kommen musste: Sowohl Evgeny und Sergio als auch Benito und Fernando konnten solide Siege im Doppel einfahren. Es zum Showdown auf Platz Eins zwischen Finn und Markus gegen das eingespielte Collegepaar Hildebrandt und Reckow. Zu Beginn sah es hier so aus, als hätten Markus und Finn gar keine Chance. Schnell lag man mit 0:6 0:2 hinten. Erst als Markus und Finn von vielen Mitgliedern lautstarke Unterstützung erhielten, begann sich die Partie zu drehen. Irgendwie schafften es Markus und Finn Satz Zwei noch mit 6:4 für sich zu entscheiden. Kurz keimte bei uns SCCern wieder Hoffnung auf. Diese war jedoch fast wieder verschwunden, als Reckow/Hildebrandt mit 9:6 und drei Matchbällen in der Tasche in Führung gingen. Doch heute passte schließlich doch noch für uns alles und die SCCer gewannen noch mit 12:10 und holten damit den entscheidenden fünften Punkt. Dass es anschließend eine kleine spontane Party gab, muss ich wohl nicht erwähnen. Diese wäre womöglich noch berauschender gewesen, wenn wir vorher gewusst hätten, dass dies das Spiel war, wodurch wir aufsteigen sollten.

Zwei Wochen später folgte unser nächstes Spiel gegen die Zehlendorfer Wespen. Dieses Berlin-Derby bestritten für den SCC Evgeny, Benito (immer noch einhändig), Sergio, Fernando, Tristan und Pit Malaszszak. Evgeny, Sergio und Fernando ließen nichts anbrennen und gewannen ihre Partien mit jeweils nur 2 Spielverlusten deutlich. Benito hatte gegen Julian Heikenfeld leider im Match-Tiebreak das Nachsehen, wie auch Pit. Tristan hingegen konnte wieder ins Spielgeschehen eingreifen und besiegte Julian Freudenreich in zwei Sätzen (mit einer ganz starken Leistung / Anmerkung des Sportwartes). Somit stand es 4:2 nach den Einzeln, und uns fehlte nur noch ein Punkt zum Sieg. Erstaunlicherweise wollten die Wespen im Anschluss keine Doppel mehr spielen und „schenkten“ uns somit den Sieg. Allerdings muss man hier sagen, dass wir mit Fernando und Sergio auch zwei Doppelspezialisten im Team haben und somit ein Sieg im Doppel auch mehr als wahrscheinlich gewesen wäre.

Nach zwei Siegen aus zwei Spielen wollten wir diese Serie natürlich fortsetzen und auch gegen den Club zur Vahr aus Bremen einen Sieg holen. Da Club zur Vahr in den vergangenen Jahren immer sehr stark aufgetreten ist und auch immer ein Aufstiegskandidat ist, stellten wir uns auf einen sehr harten Tag mit spannenden Matches ein. Da staunten wir alle nicht schlecht, als 20 Minuten vor Spielbeginn noch kein Spieler des Gegnerteams zum Einspielen anwesend war. Erst 15 Minuten vor Spielbeginn kamen die Spieler an und das mit einem Team, welches auf alle Fälle nicht regionalligatauglich war. An Position Fünf und Sechs spielten Spieler mit einer LK von 7 und abwärts, was man in der Regionalliga nicht allzu oft sieht. Deshalb halte ich die Zusammenfassung dieses Spiels auch knapp und kann sagen, dass alle Spiele mit Ausnahme von einem Doppel schnell deutlich an uns gingen. Was der Club zur Vahr mit diesem Team bei uns erreichen wollte hat sich für uns nicht erschlossen, aber wir nahmen den Sieg natürlich dankbar an.

Das nächste Spiel ging gegen den Klipper THC bestritten für uns der Franzose Maxime Chazal, Tomas Lipovsek Puches, Sergio, Fernando, Tristan und Markus. Maxime zeigte gegen Leo Schörner, dass er eine echte Bereicherung ist und gewann glatt in zwei Sätzen. Auch Tomas gewann mit 6:3 6:0 deutlich gegen Stephan Bennet. Auch Sergio und Fernando ließen ihren Gegner Felipe Parada und Lars Nowak keine wirkliche Chance. An Position Fünf konnte auch Tristan Daniel Leßke mit 6:0 6:1 bezwingen. Einzig Markus hatte gegen die unorthodoxe Spielweise seines Gegners Jerome Cron seine Schwierigkeiten. Satz Eins musste Markus mit 4:6 abgeben, bevor er zu seinem druckvollen Spiel kam und Satz Zwei deutlich mit 6:1 gewann. Also musste der Match-Tiebreak her, und diesen gewann Markus knapp mit 10:8, wobei er hier einige „Zauberschläge“ auspackte. Da wir auch alle drei Doppel für uns entscheiden konnten, stand am Ende ein verdientes 9:0 zu Buche.

Somit standen wir nun kurz vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Am letzten Spieltag ging es gegen den Hildesheimer TC Rot Weiß. Hildesheim hätte eigentlich noch Chancen auf den Aufstieg gehbat, jedoch traten sie im vorletzten Spiel zu schwach an, um wichtige Matchpunkte zu holen. Das Ende ihrer Hoffnungen. Völlig überraschend dann ihre Aufstellung am letzten, für sie dann unwichtigen Spieltag: Ihre Top-Sechs lief zum ersten Mal in der Saison auf. Schützenhilfe konnten wir also mitnichten erwarten. 

Da es sich um ein so wichtiges Spiel handelte, beschlossen wir mit finanzieller Hilfe von Philipp Fischer (Danke nochmals dafür!) einen Tag früher anzureisen, um uns optimal auf das Spiel vorbereiten zu können.  Mats, nicht nur ein hervorragender Trainer und Coach, sondern auch ein begnadeter Busfahrer, fuhr uns. Bevor wir in Hildesheim eintrafen, legten wir noch einen Zwischenstopp in Hannover ein, wo wir Gelegenheit zu einer Trainingseinheit mit Nicolas Kiefer hatten. Anschließend ging es ins Hotel und gestärkt von einem leckeren Grillteller schließlich früh ins Bett. Am nächsten Tag fuhren wir auf die Anlage und das Spiel ging los…

Für uns spielten Evgeny, Tomas, Benito, Fernando, Tristan, Markus und Steve als Doppelspezialist. Maxime musste leider wegen einer Schulterverletzung von zuhause die Daumen drücken. An Position Eins gewann Evgeny verdient gegen Jose Francisco Vidal und auch Fernando konnte seinen Gegner Torben Otto mit 6:4 7:5 niederringen. Leider waren diese beiden Siege auch unsere einzigen in den Einzeln. Sowohl Tomas, Benito, Tristan als auch Markus verloren ihre Spiele. Hervorzuheben ist hier noch der Gegner von Markus, Torsten Wietoska der durch wiederholt unsportliches Verhalten sehr negativ auffiel. Somit stand es 2:4 nach den Einzeln. Selbst die mitgereiste Unterstützung in Form von Sascha Plambeck, Jens Thron, Philipp Fischer und Johannes Kahl konnte daran nichts ändern. Doch selten war die Stimmung nach so einem Rückstand besser als heute, denn wir erfuhren, dass die Wespen im Parallelspiel gegen Großflottbek genug Matches gewonnen hatten, dass uns der Aufstieg nicht mehr zu nehmen war. Somit hieß es jetzt schon Aufstieg!

Doch natürlich wollten wir auch das Spiel noch gewinnen. Tomas und Evgeny machten den Anfang und holten den ersten Punkt aus dem Doppel. Tristan und Steve sahen lange Zeit auch wie die Gewinner gegen Wietoska/Bartels aus und hatten auch schon Matchbälle. Allerdings verloren sie dies Spiel noch mit 7:5 6:7 6:10. Auch hier fiel vor allem Wietsoka wieder extrem negativ auf, der sich teilweise auf den Boden knieend uns SCCer beschimpfte. In der Folge kam es zu hitzigen Diskussionen. Uns war das allerdings letztendlich ziemlich egal, denn wir hatten trotz der Niederlage etwas, was die Hildesheimer nicht hatten… und zwar den Aufstieg in der Tasche.

So kam eine erfolgreiche Saison zum Abschluss. Nebenbei  kreiierte Markus mit dem Satz: „Keep pushing guys“ ein neues SCC-Motto, was perfekt zu uns passte. Wir freuen uns nun auf die Bundesliga im nächsten Jahr und hoffen, dass diese ähnlich erfolgreich wird.

Zuletzt wollen wir uns als Team noch bei allen bedanken, die eine solche Saison möglich gemacht haben und uns unterstützt haben. Insbesondere Mats Oleen: Unser Coach hat einen wahnsinnigen Anteil an dieser erfolgreichen Saison, da er uns sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz immer unterstützt hat. Auch ein herzlicher Dank an Jens und Philipp, ohne die eine Saison in diesem Ausmaß nicht denkbar wäre

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