Hochklassiges Seniorentennis, Sonnenschein und entspannte Atmosphäre im SCC.
Vom 8. bis 16. August 2026 fanden auf der Anlage des Tennis-Club SCC Berlin die SCC SCHUCKART CONSULTING Senior Open 2026 statt.
Auch wenn die Meldezahlen gegenüber dem Vorjahr etwas zurückgingen, tat dies der sportlichen Qualität keinen Abbruch. Im Gegenteil: In den insgesamt 13 Konkurrenzen gab es zahlreiche hochklassige Matches, spannende Entscheidungen und bemerkenswerte Leistungen zu sehen.
Besonders erfreulich war das Wetter. Während man bei einem neuntägigen Freiluftturnier durchaus mit der einen oder anderen Unterbrechung rechnen muss, hatten die Organisatoren diesmal großes Glück. So konnte das Turnier in einer angenehm entspannten Atmosphäre stattfinden – mit wenig Stress, guter Stimmung und viel Zeit für persönliche Gespräche abseits der Plätze.
Sportlich gab es ebenfalls einiges zu erzählen. Insbesondere die SCC-Spieler präsentierten sich in hervorragender Form und konnten mehrere Titel auf der heimischen Anlage feiern.
Die Konkurrenzen im Überblick
Herren 30 – Roman Tennert souverän zum Titel
In der jüngsten Herrenkonkurrenz setzte sich mit Roman Tennert vom gastgebenden SCC der topgesetzte Spieler durch. Nach einem kampflosen Weiterkommen im Viertelfinale ließ er im Halbfinale gegen Dominik Lünstroth, ebenfalls vom SCC, beim 6:1, 6:2 nichts anbrennen. Im Endspiel wartete Leon Kuhlmann vom TC Friedrichshain, der zuvor mit einem knappen 6:4, 4:6, 11:9 gegen Marc Senkbeil für eine Überraschung gesorgt und anschließend Markus Calgeer 6:4 6:1 ausgeschaltet hatte. Tennert zeigte sich jedoch bestens vorbereitet, dominierte das Finale und sicherte sich mit einem deutlichen 6:2, 6:2 den Turniersieg. Damit blieb der Titel in der Herren-30-Konkurrenz beim SCC.
Halbfinale
Roman Tennert – Dominik Lünstroth 6:1, 6:2
Leon Kuhlmann – Markus Calgeer 6:4, 6:1
Finale
Roman Tennert – Leon Kuhlmann 6:2, 6:2
Herren 40 – Roman Tennert auch hier nicht zu stoppen
Auch bei den Herren 40 spielte Roman Tennert eine herausragende Rolle. Der SCC-Akteur musste gleich zum Auftakt gegen Aleksander Mojski beim 6:7, 6:3, 12:10 über die volle Distanz gehen, was aber auch nicht verwunderlich war, da man weiß, dass Aleks verletzungsfrei ein extrem starker Spieler ist. Im Viertelfinale bezwang Roman dann Piotr Czemerys mit 6:0, 6:2 und im Halbfinale Leo Stynen mit 6:1, 6:2. Auf der anderen Seite des Tableaus setzte sich Jonathan Quass vom BTC Grün-Gold 1904 durch. Sein Halbfinale gegen SCC-Spieler Benjamin Kühnast gewann Quass in einem spannenden, etwas hitzigen Match mit 7:5, 5:7, 10:6 bis in die Dunkelheit. Das Finale zwischen Tennert und Quass konnte allerdings nicht mehr ausgetragen werden, da Quass krankheitsbedingt nicht antrat.
Halbfinale
Roman Tennert – Leo Stynen 6:1, 6:2
Jonathan Quass – Benjamin Kühnast 7:5, 5:7, 10:6
Finale
Roman Tennert – Jonathan Quass kampflos (Nichtantritt Quass)
Herren 45 – Jens Thron gewinnt hochklassiges Finale
Einen etwas überraschenden SCC-Erfolg gab es bei den Herren 45 mit Jens Thron, der ebenfalls in zwei Konkurrenzen aktiv war. Nach einem 6:1, 6:1 gegen Michael Lindskog folgten zwei weitere Siege gegen Benjamin Kühnast (6:0, 6:0) und Marc Senkbeil (6:4, 6:2). Im Endspiel wartete mit Gino Gerwien vom SV Reinickendorf 1896 der topgesetzte Spieler. Es entwickelte sich ein spannendes und umkämpftes Finale, in dem Thron den ersten Satz mit 6:3 gewann. Gerwien schlug aber mit 6:1 zurück, sodass der Match-Tiebreak entscheiden musste. Hier behielt Thron, obwohl sichtlich hitzegeschädigt, die Nerven und sicherte sich etwas glücklich mit 10:6 den Turniersieg.
Halbfinale
Gino Gerwien – Christian Volk 6:2, 6:1
Jens Thron – Marc Senkbeil 6:4, 6:2
Finale
Jens Thron – Gino Gerwien 6:3, 1:6, 10:6
Herren 50 – Benjamin Potsch mit beeindruckender Vorstellung
Bei den Herren 50 führte kein Weg an Benjamin Potsch vorbei. Der topgesetzte SCC-Spieler präsentierte sich während des gesamten Turniers in hervorragender Verfassung. Nach einem deutlichen 6:0, 6:0 gegen Mario Kurzendörfer ließ er auch Carsten Maas im Halbfinale beim 6:0, 6:1 kaum eine Chance. Im Finale traf Potsch auf Timo Pohle vom TC 1899 Blau-Weiss Berlin, der sich zuvor unter anderem gegen Przemek Zybowski und Karsten Sawade durchgesetzt hatte. Doch auch Pohle fand gegen den druckvollen und konstanten Potsch kein Mittel. Mit 6:4, 6:1 gewann der SCC-Spieler das Endspiel und holte einen weiteren Titel für den Gastgeber. Eine rundum überzeugende Turnierleistung.
Halbfinale
Benjamin Potsch – Carsten Maas 6:0, 6:1
Timo Pohle – Karsten Sawade 6:0, 6:1
Finale
Benjamin Potsch – Timo Pohle 6:4, 6:1
Herren 55 – Jens Thron Titel Nr. 2
Auch in seiner eigentlichen Altersklasse, den Herren 55, war Jens Thron nicht zu schlagen. Der topgesetzte SCC-Spieler zeigte sich von Beginn an willens, nichts anbrennen zu lassen. Nach einem 6:1, 6:2 gegen Sascha Schneider folgte im Halbfinale ein noch klareres 6:0, 6:0 gegen seinen Vereinskollegen Andreas Lamprecht. Im Finale kam es zum weiteren SCC-internen Duell mit Christopher Blömeke, der sich auf seinem Weg ins Endspiel unter anderem gegen Martin Melchior durchgesetzt hatte. Thron ließ auch hier nichts anbrennen und gewann deutlich mit 6:1, 6:0 seinen zweiten Titel.
Halbfinale
Jens Thron – Andreas Lamprecht 6:0, 6:0
Christopher Blömeke – Martin Melchior 6:3, 6:2
Finale
Jens Thron – Christopher Blömeke 6:1, 6:0
Herren 60 – Gabriel Monroy gewinnt packendes Finale
Eines der spannendsten Endspiele des Turniers lieferten sich bei den Herren 60 Guido Schulz vom LTTC Rot-Weiß Berlin und Gabriel Monroy vom SCC. Beide hatten sich souverän durch ihre Tableauhälften gespielt. Schulz bezwang im Halbfinale Martin Groeger mit 6:1, 6:0, während Monroy gegen Klaus Bringmann beim 6:4, 7:6 deutlich mehr kämpfen musste. Im Finale erwischte Schulz den besseren Start und gewann den ersten Satz mit 6:1. Doch Monroy steigerte sich, holte den zweiten Durchgang mit 6:2 und erzwang den Match-Tiebreak. Dort entwickelte sich ein echter Krimi, den der SCC-Spieler schließlich mit 12:10 dramatisch für sich entschied. Ein großartiger Erfolg für Monroy und eines der sportlichen Highlights der Turnierwoche.
Halbfinale
Guido Schulz – Martin Groeger 6:1, 6:0
Gabriel Monroy – Klaus Bringmann 6:4, 7:6
Finale
Gabriel Monroy – Guido Schulz 1:6, 6:2, 12:10
Herren 65 – Gabriel Monroy auch eine Altersklasse höher erfolgreich
Gabriel Monroy war auch bei den Herren 65 erfolgreich und unterstrich damit seine Ausnahmestellung im Seniorenbereich. Der topgesetzte SCC-Spieler bezwang zunächst seinen Vereinskollegen Heinz-Peter Krause mit 6:3, 6:3 und anschließend Andreas Bülow im Halbfinale deutlich mit 6:1, 6:1. Im Endspiel traf er auf Torben Arlt vom SV Reinickendorf 1896, der sich zuvor gegen Markus Frick mit 6:4, 6:2 durchgesetzt hatte. Das Finale nahm allerdings ein schnelles Ende: Nach dem ersten Spiel gab Arlt beim Stand von 0:1 mit Achillessehnenbeschwerden auf. Damit sicherte sich Monroy auch den Titel bei den Herren 65 und feierte wie Jens Thron und Roman Tennert einen bemerkenswerten Doppelerfolg.
Halbfinale
Gabriel Monroy – Andreas Bülow 6:1, 6:1
Torben Arlt – Markus Frick 6:4, 6:2
Finale
Gabriel Monroy – Torben Arlt 1:0, Aufgabe Arlt
Herren 70 – Andreas Manych lässt im Finale nichts anbrennen
Bei den Herren 70 sicherte sich Andreas Manych vom TC Weiße Bären Wannsee den Turniersieg. Bereits im Viertelfinale hatte er mit einem klaren 6:2, 6:1 gegen SCC-Spieler Lothar Engel seine gute Form unter Beweis gestellt. Im Halbfinale setzte sich Manych mit 7:6, 6:0 gegen Gerd Hekele durch. Sein Finalgegner Harald Krones vom Hermsdorfer SC hatte zuvor ebenfalls überzeugt und im Halbfinale Klaus Soujon mit 6:3, 6:4 ausgeschaltet. Im Endspiel erwies sich Manych dann als der stärkere Spieler. Mit einem deutlichen 6:1, 6:1 ließ er Krones keine Chance und sicherte sich verdient den Titel in dieser Altersklasse.
Halbfinale
Harald Krones – Klaus Soujon 6:3, 6:4
Andreas Manych – Gerd Hekele 7:6, 6:0
Finale
Andreas Manych – Harald Krones 6:1, 6:1
Herren 75 – Karl-Heinz Mauß setzt sich in großem Teilnehmerfeld durch
Die Herren 75 gehörten zu den stärker besetzten Konkurrenzen des Turniers. Am Ende setzte sich mit Karl-Heinz Mauß vom TC Frohnau der topgesetzte Spieler durch. Auf seinem Weg ins Finale bezwang er zunächst Jörg Reichert und anschließend Udo Walczak, ehe er im Halbfinale gegen Dietmar Zorn nach dessen Aufgabe weiterkam. Im Endspiel wartete Julian Sargent vom TC Grün-Weiß Berlin-Lankwitz, der zuvor in einem spannenden Halbfinale gegen Andrzej Nuszkiewicz mit 7:5, 3:6, 10:8 die Oberhand behalten hatte. Das Finale konnte allerdings nicht stattfinden, da Sargent nicht antrat. So durfte sich Mauß über den Turniersieg freuen, auch wenn die Entscheidung leider nicht auf dem Platz fiel.
Halbfinale
Karl-Heinz Mauß – Dietmar Zorn 3:0, Aufgabe Zorn
Julian Sargent – Andrzej Nuszkiewicz 7:5, 3:6, 10:8
Finale
Karl-Heinz Mauß – Julian Sargent kampflos (Nichtantritt Sargent)
Damen 30 – Laura Gersbeck gewinnt ohne Satzverlust
Bei den Damen 30 wurde der Titel in einer Vierergruppe ausgespielt. Dabei erwies sich Laura Gersbeck von den Zehlendorfer Wespen als die mit Abstand stärkste Spielerin. Sie gewann sämtliche drei Begegnungen und gab dabei keinen einzigen Satz ab. Besonders bemerkenswert war ihr 6:3, 6:1 gegen die topgesetzte Franziska Krüger vom Hermsdorfer SC. Auch Denise Kollmannsperger und SCC-Spielerin Christina Koukelli hatten gegen Gersbeck keine Chance. Den zweiten Platz sicherte sich Franziska Krüger mit zwei Siegen vor Denise Kollmannsperger. Für die SCC-Vertreterin Christina Koukelli reichte es zwar nicht zu einem Matchgewinn, dennoch sammelte sie wertvolle Wettkampferfahrung gegen starke Gegnerinnen.
Die Damen 30 wurden in einer Vierergruppe ausgetragen. Deshalb gab es keine Halbfinal- und Finalspiele.
Abschlusstabelle
| Platz | Spielerin | Siege |
|---|---|---|
| 1 | Laura Gersbeck | 3:0 |
| 2 | Franziska Krüger | 2:1 |
| 3 | Denise Kollmannsperger | 1:2 |
| 4 | Christina Koukelli | 0:3 |
Damen 40 – Nadine Komander gewinnt dramatisches Finale
Ein besonders spannendes Endspiel erlebten die Zuschauer bei den Damen 40. Die topgesetzte Nadine Komander vom TC BSC Süd 05 Brandenburg traf auf Luise Reinhardt vom Bonner THV. Komander hatte zuvor Constanze Patzig vom SCC mit 6:3, 6:2 und anschließend Katy Klauenberg in einem umkämpften Match mit 6:3, 6:7, 10:6 bezwungen. Reinhardt war mit klaren Erfolgen gegen Daniela Busch und Anna Wanderwitz ins Finale eingezogen. Dort entwickelte sich ein packendes Dreisatzmatch. Reinhardt gewann den ersten Satz mit 6:4, Komander glich mit 6:3 aus. Im entscheidenden Match-Tiebreak hatte schließlich Komander mit 12:10 hauchdünn die Nase vorn und sicherte sich den Turniersieg.
Halbfinale
Nadine Komander – Katy Klauenberg 6:3, 6:7, 10:6
Luise Reinhardt – Anna Wanderwitz 6:3, 6:0
Finale
Nadine Komander – Luise Reinhardt 4:6, 6:3, 12:10
Damen 50 – Paola Censori überrascht die Konkurrenz
Bei den Damen 50 gab es mit Paola Censori vom Berliner Sport-Verein 1892 eine Siegerin, die nicht zu den gesetzten Favoritinnen gehörte. Nach ihrem Auftaktsieg gegen Sabine Siegel (6:4, 6:1) setzte sie sich im Halbfinale mit 6:2, 6:2 gegen Antje Köppe durch. Auf der anderen Seite des Tableaus erreichte Nicole Meier vom Potsdamer TC Rot-Weiss nach klaren Erfolgen gegen Vera Stark und Simone Schmidt das Finale. Dort entwickelte sich ein spannendes Match mit wechselndem Verlauf. Meier gewann den ersten Satz mit 6:4, doch Censori kämpfte sich zurück, holte den zweiten Satz mit 6:2 und entschied den Match-Tiebreak mit 10:6 für sich. Ein verdienter Erfolg nach einer starken Turnierwoche.
Halbfinale
Nicole Meier – Simone Schmidt 6:2, 6:0
Paola Censori – Antje Köppe 6:2, 6:2
Finale
Paola Censori – Nicole Meier 4:6, 6:2, 10:6
Damen 60 – Martina Parr-Kröger souverän zum Turniersieg
Bei den Damen 60 bestätigte Martina Parr-Kröger von den Zehlendorfer Wespen ihre Favoritenrolle eindrucksvoll. Die topgesetzte Spielerin gab im gesamten Turnier keinen Satz ab und ließ ihren Gegnerinnen nur wenige Möglichkeiten. Nach einem klaren 6:0, 6:1 gegen Angela Langwald folgte im Halbfinale ein ebenso deutliches 6:1, 6:0 gegen Michaela Jasiek. Im Endspiel wartete Karin Reinhard vom BTTC Grün-Weiß, die sich zuvor gegen Sabine Baker mit 6:0, 6:3 durchgesetzt hatte. Doch auch Reinhard fand kein Mittel gegen die starke Parr-Kröger. Mit einem souveränen 6:0, 6:2 sicherte sie sich den Turniersieg und setzte einen überzeugenden Schlusspunkt unter ihre Konkurrenz.
Halbfinale
Martina Parr-Kröger – Michaela Jasiek 6:1, 6:0
Karin Reinhard – Sabine Baker 6:0, 6:3
Finale
Martina Parr-Kröger – Karin Reinhard 6:0, 6:2
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den Helferinnen und Helfern sowie unserem Titelsponsor SCHUCKART CONSULTING für die Unterstützung.
Wir freuen uns schon auf die nächste Auflage der SCC Senior Open!
Ergebnisse der Nebenrunden
Herren 30: Moritz Burgmaier – Thien Nguyen 6:1, 2:6, 10:6
Herren 40: Oliver Britze – Tristan Tennius 6:4, 6:4
Herren 45: Christian Paulick – Mathias Delori 7:5, Aufgabe Delori
Herren 50: Georg Riedel – Robert Stolzenburg 6:1, 5:7, 10:7
Herren 55: Dietmar Güntsche – Ronald Korsch 6:1, 6:1
Herren 60: Markus Dreger – Jens Reiner Behrendt 6:1, 6:7, 10:5
Herren 65: Hans Weigeldt – Wolfgang Landgraf 6:1, 6:1
Herren 75: Heinz Goertz – Dieter Göbel 6:4, 0:6, 10:3
Damen 40: Friederike Pospiech – Daniela Busch 6:2, 6:1
Damen 50: Gabi Freytag – Simone Schmidt 6:1, 6:3
Damen 60: Christina Habath – Angela Langwald 2:6, 6:4, 10:4
Bilder des Turniers























